Weltenglanz
February 12, 2008
Puls ist etwas wunderbares, solange man es noch in sich trägt. Was jedoch recht erhebend ist, wenn der Puls sich dem Takt der Musik anpasst und das eigene Existenzgefühl sich zu heben beginnt. Wo ist der Boden? Wo ist der Grund? Die eigenen Füße verlieren den Halt, man fliegt, rast im Takt der donnernden Trommeln und schmetternden Chöre durch den Glanz der eigenen Fantasie, spürtdie Kraft dieser Energien vom Herzen bis zur Fingerspitze. Ein Gefühl, dass nicht jedem vergönnt ist.
Soviel Fantasie… soviele Bilder. Eines mächtiger als das andere. Ganze Filme, Epen, gar Sagen spielen sich in den 1400 Gramm stark Wasser- und Eiweishaltiger Masse ab und das eigene Herz weiß nicht, welchen Weg es nun anfliegen soll…
ZU PAPIER DAMIT!
Ach, welch eine Schande. Das Papier trägt die Worte, jede Zeile ein Atemhauch, jedes Wort ein Schlag des Lebens, doch es trägt nichts weiter. Man liest, man fühlt, doch man wird nicht mitgerissen, denn das Papier, in all seiner altertümlichen Macht, schafft es nicht, den Gedanken, das Gefühl zu tragen, geschweige denn, die Botschaft zu übermitteln.
AUF DIE LEINWAND DAMIT!
Kunst ist etwas Wunderbares, vor allem dann, wenn man es kann -.-
INS GEHÖR DAMIT!
Auch Musik vermag mehr zu sagen, sind die eigenen Zeilen des Wortes Musik denn würdig.
AUF DEN COMPUTER DAMIT!
Ha, sieh einer an. Es lebt, es springt, es kämpft, atmet, läuft und fällt. Die eigene Kreation explodiert unter der Allmacht des Rechenknechts, verbindet sich zu etwas neuem und mutiert in einer Welt, die nur von einer “0″ und einer “1″ getragen wird. Ganze Städte entstehen, Welten wachsen, Beeindruckt schaut das Auge, wie unter den schnellen Bewegungen der Hände die Gedanken Formen und Farbe annehmen.
Man hat endlich den Weg gefunden. Nächster Halt: hohe Schule des Epos.